Charaktervorstellung Radomil Gelnicas

  • :)nwBloß weg hier und gute Reise:)nw

    "Aye, Ihr wollt anheuern? Jungchen, weißte denn nicht, wo das Schiff hinfährt?" kam es in rauer Stimme von dem Matrosen. Nicht nur die Stimme wurde von Rum und Whiskey in Mittleidenschaft gezogen, nein, auch die Kleidung war befleckt und der Mann stank wie ein billiges Bordell eines Fischerdorfes.


    "Eh, geht mir jetzt nicht auf den Sack. Wollt Ihr nun die Bezahlung oder nicht? Ich weiß genau wo Ihr hinfahrt." sprach Radomil und wendete den Kopf mehrmals von links nach rechts, schaute sich um. Massen an Menschen waren am Hafen, gingen ihrer Arbeit nach oder wollten auf Schiffen anheuern, um die große, weite Welt und unzählige Abenteuer zu erleben. Doch oft wird aus solchen Abenteuern nichts und die leichtgläubigen Leute werden über Ohr gehauen oder landen direkt im schlammigen Dreck der nächsten Gasse.


    Hastig blickte er wieder den Seemann an, nachdem er einige, ihm wohl bekannte Gesichter gesehen hat "Also? Das sollte genug Geld sein oder. Eine Hängematte unter Deck reicht aus und Nahrung habe ich etwas dabei." sprach er schon fast nervös. Der Matrose folgte seinem Blick und schmunzelte diabolisch "Ah, aye, verstehe." als er Leute sah, die anscheinend jemand suchten.


    "Die Waffen verstaue ich, kriegste bei Ankunft wieder. Unter deck sind die Hängematten. Mach keinen Ärger und pack ma' mit an, aye?" und nimmt den Geldsack an sich. Er reicht Radomil noch einen zettel "Hier, füll' das mal aus, eh? Ist nur für unsere Unterlagen." grinste er und drehte sich um. Radomil sah auf den Zettel, welcher eher wie eine dünne Pappkarte wirkte. Er steckte jenes ein und ging direkt unter Deck. Dort legte er sich auf eine der Hängematten, kramte in seinem Rucksack rum und zog einen Stift heraus. Der Zettel des Matrosen wurde ausgefüllt und wenig später legte das Schiff ab. Dann erst kam Radomil auf das Deck, gab dem Matrosen das Personenkärtchen:


    Vorname: Radomil

    Geburtsname: Gelnicas

    Alter: 28 Jahre

    Haarfarbe: Schwarz

    Augenfarbe: gün-grau

    Handwerk/gelernter Beruf: Jäger und Fährtenleser


    und half, wie versprochen bei einfachen Arbeiten während der Fahrt auf dem großen, blauen Meer. Endlose Sicht, kein Land in Sicht und absolute Stille, bis auf das Rauschen des Wassers und seiner leichten Wellen. Es dauerte einige Tage, ehe es aus dem Krähennest schallte "Laaand in Siiiicht!" und sich auf dem Gesicht von Radomil ein Lächeln bildete, als er in die Richtung blickte und die Insel sah.

  • :swordDie ersten Tage des neuen Lebens:bow


    Windig war es am Hafen. Und krachend ging eine Rampe vom Schiff nieder auf den Holzsteg der Docks. Knarrend gab das Holz unter dem Gewicht der Matrosen nach und bog sich sichtlich durch. Radomil kam die Treppe hoch, atmete einmal tief ein und schulterte seinen Rucksack. Ein Matrose und bekanntes Gesicht kam auf ihn zu und grinste dezent, ehe er das Schwert und das Gewehr reichte.


    "Hier, Bursche. Wie versprochen deine Waffen, eh? Und nu' seh' zu, dass du Land gewinnst und uns nich' bei der Arbeit störst. Sonst wirste halt über'n Haufen gelauf'n." lachte der bierbäuchige Matrose und wandte sich ab. Radomil steckte das Schwert in die Schwertscheide, die am Gürtel mit einer Lederschlaufe befestigt war. Das Gewehr wurde am Trageriemen geschultert und so verließ er das Schiff. Abseits auf dem Steg lehnte der Mann ich an einen dicken Pfahl, lies den Rucksack neben sich nieder und schaute den Matrosen und Hafenarbeitern bei der Arbeit zu, nur um die letzten Tage noch einmal Revue passieren zu lassen. Während Radomil also darüber nachdachte, was die letzte Zeit war und vor allem, wie es hier sein wird, was hier passieren wird, hört er, wie einige Männer ein Lied anfingen. Es dauerte nur wenige Momente und nach und nach stimmten mehr und mehr Menschen mit ein. Gefühlt war es nach einigen Wimpernschlägen ein 40 Mann starker Chor, dessen Gesang durch den ganzen Hafen ballerte.



    (hier einmal zu atmosphärischen Untermalung das Lied.

    )


    Raromil kramte in seinem Rucksack rum und holte einen Apfel raus, ehe er in den Rucksack blickte "Hmm, da muss ich mir wohl erst mal Proviant besorgen. Das wird sonst eng." und so schulterte er den Rucksack wieder und verließ den Hafen. Er fragte sich bei Leuten durch und steuerte dann auf deren Anweisungen den nächsten Markplatz an. Dort angekommen sah Radomil sich um und besorge sich etwas Proviant. Er merkte nicht, dass er da schon beobachtet wurde.


    "Aye, dann werde ich mich heute wohl mal ein wenig umsehen und morgen dann anfangen mich hier nieder zu lassen. Hier wird es sicher Arbeit geben und Fleisch und Felle werden sicher gut zu verkaufen sein. Ob man hier eine Lizenz zum Jagen und Handeln braucht? Ich werde zur Sicherheit lieber morgen einmal einen Stadtrat oder Kommandoposten aufsuchen." murmelte er eher zu sich selbst und schlenderte dann durch die Straßen, um sich genauer umzusehen.


    Es dämmerte langsam und die Sonne küsste den Horizont. Die gelbe Kugel konnte man aus den Straßen des Ortes gar nicht mehr sehen und die Dächer warfen lange Schatten. Radomils Beobachter waren noch immer in der Nähe und liesen jetzt, wo es langsam schummrig wurde, nicht mehr lange auf sich warten. In einer Gasse wagten sie es dann und stellten sich ihm in den Weg. Ein diabolischen Grinsen war auf den dreckigen Gesichtern zu sehen, die Klamotten löchrig und verstaubt, stanken die drei Männer nach Schweinestall.


    "Hier ist Ende im Gelänge, Freundchen." sprach einer der Drei mit heißerer Stimme. Schmunzelnd zog Radomil sein Schwert und winkte die drei Ganoven zu sich. Doch die Gasse war eng und auch ein Schwert alleine konnte nicht den hundert prozentigen Schutz gewähren. Zwei der Gesetzlosen wurden mit einigen Schnittverletzungen versehen und es bildeten sich erste Blutflecke auf dem Boden, verteilt durch den Kampf und das Gerangel. Radomil fixierte sich einen Moment auf einen der Angreifer, ehe die anderen Beiden zwei Steine vom Boden nahmen und warfen. Radomil spürte nur kurz einen pochenden Schmerz an der Schulter durch den einen Stein, ehe ein Wimpernschlag später dann seine Augen ihn im Stich ließen und ihm schwindelig wurde durch den zweiten Treffer am Kopf. Er ging zu Boden und die drei gestalten traten noch einige Male auf seinen Oberkörper ein. Dann wurde es schwarz....


    Am nächsten Morgen wachte Radomil auf. Mit der einen Hand an den Kopf fassend richtete er seinen Oberkörper auf und stöhnte vor Schmerzen. So saß er da einige Momente im Dreck der Gasse, ehe er sich aufrichtete und an der Hauswand anlehnte. Schwert und Gewehr waren weg, ebenso sein Rucksack mit dem Proviant und dem Geld. Mit blauem Auge, aufgeplatzter Lippe und mehreren blauen Flecken am Oberkörper rücken- und bauchseitig ging er erstmal planlos seiner Wege "Eure Fressen habe ich mir gemerkt... " stammelte er stumm. Er brauchte nun erst mal ein klaren Kopf und musste sich überlegen, wie es weiter gehen soll.