Ist New World "überzensiert"?

  • Wie steht ihr dazu? 18

    Das Ergebnis ist nur für Teilnehmer sichtbar.

    Meines Erachtens war das MMO doch einst an das Erkunden einer wunderbaren neuen Welt orientiert, das bedeutet an der amerikanisch-europäischen Geschichte in der sich heldenhafte Entdecker, furchtlose Missionare und tapfere Konquistadoren ihrer Haut erwehren mussten. Im Kampf gegen ein wildes, unzähmbares Land, unzivilisierte Wilde und moralische Zweifel.

    Mir ist klar, dass in einen Online Spiel nicht der Völkermord an den Indianern abgebildet werden sollte denn ist dieser Teil einer traurigen Sidler-Geschichte. Ich frage mich ob wenigstens Elemente dieses einstigen Gedankens noch enthalten sind ob es wenige kriegerische Ureinwohnerstämme als NPC Auftraggeber oder auch Gegner gibt oder wurden alle menschlichen Gegner durch Zombies ersetzt?

    Wie steht ihr dazu und was ist gerade im aktuell der Fall?

    Wenn es zu einer umfangreichen Zensierung kam, finde ich es sehr schade so in Watte gepackt zu werden, da auch dieser Teil zu unserer Geschichte gehört. Vielleicht können einige Gegenden wieder "mehr" Ureinwohner beherbergen als Gegner wie auch als Verbündete.


    Mir würde es am Besten gefallen wenn ein "System des Ansehens" auf Ureinwohner wirken würde. Vielleicht einhergehend mit den Siedlungssystem, sodass sie bei geringen Ansehen oder aggressiven Verhalten zu Feinden werden und ansonsten zu normalen NPC Bürgern bzw. bei einen sehr hohen Ansehen in dem jeweiligen Stamm plötzlich Quest-Reihen gewähren. Am Ende können sie so als Verbündete oder Lieferanten für besondere Item- Belohnungen gelten. Wenn ein Angehöriger (PC-Spieler) einer feindlichen Fraktion sich nun an den verbündeten Ureinwohnerstamm vergreift könnte als PVP Element eine Art Kopfgeld auf diesen für Spieler anderer Fraktionen ausgesetzt und von den Indianern ausgezahlt werden.

  • Laut dem Insider-Bericht von Schreier war das Grund-Setting von New World ursprünglich wohl anders. In dem Pitch zu dem MMO spielte New World in Amerika um das Jahr 1600 herum.


    Die Spieler waren Kolonisten, die das Land besetzten. Dabei kämpften sie gegen Gegner, die laut dem Bericht wie amerikanische Eingeborene aussahen. Sie waren die Fraktion “der Bösen” in der damaligen Version von New World.

    Hätte man die Eingeborenen als Verbündete ins Spiel gebracht, hätte es da keinen Aufschrei gegeben. Aber die Ureinwohner als Feindbild der Kolonisten zu brandmarken, ist einen sauer aufgestoßen, wie man aus dem Bloomberg-Bericht entnehmen kann.

  • Ein Beziehungs-System zu NPC´s könnte ich mir gut vorstellen. Aufträge / Aufgaben etc. abschließen, um von "unbekannt bis best friend" aufzusteigen und dadurch Belohnungen zu bekommen oder Ähnliches.


    Von mir aus können auch Indianer / Ureinwohner ins Spiel als Auftraggeber oder so, als Gegner wenn nur als Untot- /Corrupted- Variante vielleicht.

    Asiatisches Gebiet gibt es ja auch schon. Untote Wikingern / Nomaden / Eskimos whatever können von mir aus auch als Gegner rein :D solange es passt.

    mit zauberhaften Grüßen

    Pic-Shaman-King-dunkel-lost-ark-forum.png                                                                cats-eyes-workinprogress3.gif

    3 Mal editiert, zuletzt von ShamanKing89 ()

  • Irgendwo ist der alte Gedanke schon noch erkennbar.


    Ancients und Angry Earth stehen hier für die Ureinwohner, während Lost und Corrupted für gescheiterte Besiedlungsversuche stehen und die Spieler sind Teil einer neuen (erfolgreichen) Besiedlungswelle.


    Ich sehe in der Sache auch eher eine sinnvolle Designentscheidung, als ein Einknicken vor der PC. Mit so einem Fantasy-Szenario lässt sich einfach mehr machen. Z.B. stören sich die Leute nicht an magischen Waffen oder dem Auftauchen von Kulturen, die im historischen Kontext fehl am Platze wären, deren Look sich aber prima über den Shop monetarisieren lässt.

  • Ich fände das Ursprungs-Setting jetzt nicht schlimm (Geschichte sollte irgendwie auch abgebildet werden - nur daraus bleibt sie in Erinnerung - und nur daraus kann man letztendlich lernen) - aber völlig unpassend für ein Fantasy-MMORPG ... und Zauberei, Azoth, etc. bringen schon sehr, sehr viel Fantasy mit hinein.

    Davon abgesehen hätte ein kritisches Spiel im historischen Setting vom Spieler erfordert auch Seiten wählen zu können - oder Quests bewusst zu sabotieren, etc. ... anders gesagt "moralische Entscheidungsfreiheit" erfordert. Diese wäre sehr schwer zu implementieren gewesen.

  • Ich fände das Ursprungs-Setting jetzt nicht schlimm (Geschichte sollte irgendwie auch abgebildet werden - nur daraus bleibt sie in Erinnerung - und nur daraus kann man letztendlich lernen) - aber völlig unpassend für ein Fantasy-MMORPG ... und Zauberei, Azoth, etc. bringen schon sehr, sehr viel Fantasy mit hinein.

    Davon abgesehen hätte ein kritisches Spiel im historischen Setting vom Spieler erfordert auch Seiten wählen zu können - oder Quests bewusst zu sabotieren, etc. ... anders gesagt "moralische Entscheidungsfreiheit" erfordert. Diese wäre sehr schwer zu implementieren gewesen.

    Ich verstehe leider nicht warum Ureinwohner gegen den Fantasy-Aspekt in MMOS sprechen, sie können doch neben den magischen Elementen existieren. Gerade in Teso gibt es Abgeschworene, Ork und Waldelfenstämme die jenen Kulturen sehr ähnlich sind und mit der Natur, manche sogar primitiv leben. Ich glaube das wäre eine gute Ergänzung und es würde zu keinen Schwierigkeiten kommen, nur weil es nun auch ein paar Zombies gibt. Bei so vielen Gebieten kann man diesen sehr verschiedene Settings geben. Gerade indianische Kultur mit ihren Schamanismus regt sogar eher zum tiefen Verstehen von harmonischer Magie und naturbasierenden Zaubern an als Schiffe und städtisches Siedlungswesen. Vielleicht trifft man in einen späteren DLC auf jene die in Harmonie mit ihrer Umwelt und den Azoth lebten... -> Die Jagt nach Azoth steht doch gerade für den Goldrausch der späteren Siedler.

  • Moin,


    ich glaube nicht, dass es smart ist eine Verknüpfung von New World und der amerkianischen Geschichte zu focussieren. Dies ist viel zu Vielseitig und kann in keinem Fall der Realität / Vergangenheit gerechet werden.


    LG,

    Das sehe ich auch so. Lieber ein reines Fantasyprodukt. Ansonsten wird man bei einem kleinen Fehler sofort von einer Minderheit verklagt, sobald irgendetwas nicht konform wiedergeben wird. Oder es klagen andere Minderheiten weil diese im Spiel nicht berücksichtigt wurden.



    Gemeinsam mit Dir wollen wir Abenteuer in New World erleben. Wir wollen zusammen Spaß haben und mit Menschen für Menschen da sein! Vielleicht werden wir gemeinsam sterben, danach aber wieder gestärkt aus den Flammen auferstehen und weitere Schlachten schlagen. Wir lassen uns nicht unterkriegen!

  • Ich verstehe leider nicht warum Ureinwohner gegen den Fantasy-Aspekt in MMOS sprechen, sie können doch neben den magischen Elementen existieren. Gerade in Teso gibt es Abgeschworene, Ork und Waldelfenstämme die jenen Kulturen sehr ähnlich sind und mit der Natur, manche sogar primitiv leben. Ich glaube das wäre eine gute Ergänzung und es würde zu keinen Schwierigkeiten kommen, nur weil es nun auch ein paar Zombies gibt. Bei so vielen Gebieten kann man diesen sehr verschiedene Settings geben. Gerade indianische Kultur mit ihren Schamanismus regt sogar eher zum tiefen Verstehen von harmonischer Magie und naturbasierenden Zaubern an als Schiffe und städtisches Siedlungswesen. Vielleicht trifft man in einen späteren DLC auf jene die in Harmonie mit ihrer Umwelt und den Azoth lebten... -> Die Jagt nach Azoth steht doch gerade für den Goldrausch der späteren Siedler.

    Diese Art von Ureinwohnern gibt es ja bereits, und sind auch nachwievor im Spiel ... im Fall von NW sind das halt keine Menschen. Die Frage des Threads ist ja eher darauf abgezielt, ob man "native americans" hätte einbauen sollen, oder nicht.

  • Ich weiß gar nicht was ihr habt, das Setting jetzt ist doch vollkommen in Ordnung. So hat man kreativen Spielraum was ich persönlich in einem MMORPG immer extrem wichtig finde. Ich denke sie hätten sich nur noch mehr ins eigene Fleisch geschnitten wenn sie das ursprüngliche Setting genommen hätten. Denkt dran die Leute haben grundsätzlich was zu meckern, und werden nie zufrieden sein.


    Das Setting wäre mal durchaus Interessant das ist aber keine Frage mal was anderes.